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- Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden.
Kulturzentrum Schlachthof Bremen präsentiert: Filmfestival "Hinschauen: Arbeit" OpenAir

Was:
Das Kulturzentrum Schlachthof in Bremen präsentiert in seiner Arena (OpenAir) im Rahmen des Filmfestivals „Hinschauen: Arbeit“ die Kurzfilme "Arbeiten für Deutschland – Ein Stahlwerk und 'seine' Ausländer" (D, 1990, Regie: Ulrich Scholz), "Merhaba mein Stahl – Deutsche und Türken auf der Klöckner Stahlhütte in Bremen" (D, 1993, Regie: Ulrich Scholz) und "Heimaterde" (D, 2012, Regie: Orhan Çalisir und Dirk Meißner).
Die Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen dem Schlachthof, der Arbeitnehmerkammer Bremen und City46 Kommunalkino Bremen.
Arbeiten für Deutschland – Ein Stahlwerk und 'seine' Ausländer
1990 interviewten Eike Hemmer und Ulrich Scholz auf der ehemaligen Klöckner-Hütte Bremen (heute: ArcelorMittal) türkische Arbeitsmigranten, die 25 Jahre zuvor als erste "Ausländer" in der Hütte anfingen zu arbeiten. Hemmer und Scholz stellten Fragen wie: "Fühlen sie sich in Bremen wohl?", "Wie sieht es mit Qualifizierung und Aufstieg, auch die ihrer Kinder, aus?" oder "Wie ist das Verhältnis zu den deutschen Kollegen?". Auch der Betriebsrat der Hütte kommt in diesem 45-minütigen Film zu Wort.
Die Stahlwerke durchlebten in diesen 25 Jahren bis 1990 schwere Zeiten. Wie ging es 1990 weiter und ist die "Bremer Geschichte" beispielhaft für die deutsche Stahlindustrie und ihre Arbeiter.
Merhaba mein Stahl – Deutsche und Türken auf der Klöckner Stahlhütte in Bremen
In diesem 28-minütigen Folgefilm von "Arbeiten für Deutschland …" werden drei Jahre später zwei junge türkische Arbeiter vorgestellt, deren Väter vor dieser Zeit noch auf der Hütte arbeiteten.
Die Dreharbeiten zum Film fanden kurz vor der großen Stahlkrise in Deutschland statt, die Klöckner Bremen im Jahr 1993 fast nicht überlebt hätte. Und so geht es um die nicht unwesentliche Frage: "Wer wird als erster gehen, wenn es auf der Hütte ernst wird?".
Heimaterde
Diese 29-minütige Reportage von Radio Bremen erzählt die Geschichte der letzten Reise von Ilya Bayram, einem Vater von fünf Söhnen und zwei Töchtern, der Anfang der 1960er Jahre als türkischer Gastarbeiter nach Deutschland kam. Er arbeitete als Schweißer und lebte als Rentner abwechselnd in Oberhausen und in der Türkei.
Sein letzter Wunsch war es, in Heimaterde begraben zu werden – 3.000 Kilometer entfernt in der Türkei, in den Bergen am Schwarzen Meer. Und um ihn nach einem traditionellen Ritual bestatten zu können, muss sein Leichnam schnellstmöglich in die Türkei überführt werden. Die Zuschauer*innen begleiten Ilyas Bayram auf seinem letzten Weg. Angefangen beim Totengebet in Deutschland bis zum Begräbnis in der Türkei.
Familie und Freunde erinnern sich an sein Leben und stellen sich auch selbst die Fragen: "Wo wollen wir einmal begraben werden?", "Wo ist unsere Heimat? In Deutschland oder der Türkei?".
Außerdem wird es ein Publikumsgespräch mit Ulrich Scholz und Orhan Çalisir geben.
Gastgeber:
Arbeitnehmerkammer Bremen
City46 Kommunalkino Bremen
Kulturzentrum Schlachthof Bremen
Wo:
In der Arena des Kulturzentrums Schlachthof, Findorffstraße 51, 28215 Bremen

Tickets:
Tickets zum Preis von / Euro (ermäßigt: 5 Euro) gibt's im Kulturzentrum Schlachthof in der Findorffstraße 51 (28215 Bremen) und bei City46 Kommunalkino Bremen in der Birkenstraße 1 (28195 Bremen)
Wann:
Samstag, 21. August 2021 / 21 Uhr
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