Ein Wohnmobil auf zwei Rädern entsteht im Selbstbau
Was vor rund drei Jahren als einfache Idee begann, wird nun Realität: Ein selbstgebauter Fahrradwohnwagen verbindet maximalen Komfort mit nachhaltiger Mobilität. Nach einer intensiven Bauphase von rund sieben Wochen steht der Rohbau – pünktlich zum bevorstehenden Wolo-Treffen.
Hinter dem kreativen Projekt von Axel Stuhr steckt vor allem der Wunsch, etwas Eigenes zu schaffen, statt ein fertiges Gefährt von der Stange zu kaufen.
Kompakt, aber erstaunlich geräumig
Mit kompakten Maßen ist der Anhänger perfekt für den Straßenverkehr gerüstet:
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Abmessungen: Rund 2 Meter Länge (ca. 2,20 Meter mit Deichsel), etwa 1 Meter Breite und 1 Meter Höhe.
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Sicherheit: Da eine klassische Blinkeranlage nicht vorgeschrieben ist, sorgen auffällige Fahnen für eine optimale Sichtbarkeit im Straßenverkehr.
Energie, Reichweite und das Abenteuer unterwegs
Ein solches Projekt verlangt natürlich nach Kompromissen bei der Reichweite. Unter optimalen Bedingungen schafft ein E‑Bike im Eco-Modus normalerweise rund 120 Kilometer. Mit dem Wohnwagen im Schlepptau werden aktuell jedoch praxisnahe 50 Kilometer eingeplant:
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Ladezeiten: Nach etwa dieser Strecke ist eine Pause von rund sechs Stunden eingeplant, um die Akkus mithilfe spezieller Apps an geeigneten Ladestationen wieder aufzuladen.
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Klassischer Notfallplan: Sollte dem Akku einmal vorzeitig die Puste ausgehen, geht es ganz traditionell per Muskelkraft und Kettenschaltung weiter.
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Ausstattung: Die Stromversorgung wird über zwei Akkus gesichert. Praktische Extras wie eine Halterung für Flyer, Karten oder Reiseunterlagen sind ebenfalls geplant.
Blick in die Zukunft: Der Ausbau geht weiter
Der Rohbau ist zwar fertig, doch der eigentliche Innenausbau steht noch bevor. Geplant sind unter anderem:
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Der Einbau von Fenstern und dem kompletten Interieur.
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Eine professionelle Dämmung, die voraussichtlich Ende 2026 folgen soll, um den Wohnwagen auch bei niedrigeren Temperaturen gemütlich zu machen.
Die ersten Ausfahrten stecken bereits in den Startlöchern – darunter eine mögliche Tour nach Hameln.
Unterstützen Sie das Projekt
Damit Axel Stuhr auch in Zukunft solche innovativen Projekte realisieren kann, freut sich der Verein „Selbstvertretung wohnungsloser Menschen e. V.“ über Spenden.
Welches Reiseziel würden Sie als Erstes mit einem solchen Fahrradwohnwagen ansteuern?
Fotos & Text.: Florian Richter

