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DSD Denk­mal­schutz & Geologie: In Lüneburg geht's in die Tiefe

Eine Reise ins Abwärts – doku­men­tiert von einem
Foto­grafen und erklärt von einem Geologen

DSD-Logo vor Aachener Dom_ mit Karl d. Gr.

Am Donnerstag, den 16. März 2023 um 18.30 Uhr lädt das Orts­ku­ra­to­rium Lüneburg der Deutschen Stiftung Denk­mal­schutz (DSD) ein in den Marcus-Heinemann-Saal des Museums Lüneburg, Willy-Brandt-Straße 1 in 21335 Lüneburg zu dem Vortrag: „Denkmale versinken in der Tiefe – die Doku­men­ta­tion durch den Foto­grafen und die Erklärung durch den Geologen“. Den Vortrag halten gemeinsam der Fotograf und Bild­chro­nist der Hanse­stadt Hans-Joachim Boldt und der Professor für Geowis­sen­schaften Dr. Frank Sirocko von der Johannes-Gutenberg-Univer­sität Mainz. Der Eintritt ist frei, um Spenden für die Arbeit der Deutschen Stiftung Denk­mal­schutz wird herzlich gebeten.


# Bilder: (1) Blick in die Lüne­burger Altstadt. | (2) Lüneburg ist reich geworden mit dem Abbau von Salz. Doch der Reichtum hat seinen Preis: Heute senkt sich ein Teil der Altstadt über dem Salzstock jährlich um bis zu 13 cm ab. | (3) In der Michae­lis­kirche neigen sich die Säulen um bis zu 70 cm. (der einge­fügte grüne Rahmen zeigt diese Neigung deutlich)


Lüneburg wurde zwar reich durch sein Salz und dessen Abbau, doch den Preis dafür hat die Stadt immer noch nicht gezahlt. Der durch Abpumpen der Sole gewonnene Reichtum ließ unter­ir­di­sche Hohlräume entstehen. Dadurch sanken Teile der Altstadt stück­weise ab. Zahl­reiche histo­ri­sche Gebäude wurden so zerstört. Hans-Joachim Boldt hat dieses Absinken der Häuser und Stra­ßen­züge foto­gra­fisch doku­men­tiert. Der Geologe erklärt die verschie­denen Ursachen dafür und veran­schau­licht anhand aktueller Vermes­sungs­daten die Senkungs­ge­schichte der vergan­genen 70 Jahre. Gerade die letzten drei Dekaden sind dabei auffällig. Hier zeigt sich ein recht komplexes Ursa­chen­muster. Eine kleine Reise ins „Abwärts“ – eine unvoll­stän­dige Doku­men­ta­tion und ihre Erklärung von gestern bis heute mit Abbruch und Abriss von nicht nur denk­mal­ge­schützten Häusern.

Eine Anmeldung ist unter www.denkmalschutz.de/anmeldung oder über Professor Dr. Paul Georg Lankisch, Telefon: 04131–403503 erforderlich.

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