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Visbek Rockt Open Air 2019

Das Festival

Am 18. Mai 2019 ist es wieder soweit. Das Visbek Rockt Open Air geht wieder an den Start. Das vom Verein Musik­erforum Visbek e. V. im Jahr 2007 ins Leben gerufene und jährlich statt­fin­dende Festival präsen­tiert an einem Tag 10 Stunden Musik mit 13 Bands auf zwei Bühnen. Das Event mit sowohl regio­nalen, als auch über­re­gio­nalen Bands, findet auf dem Sport­platz an der Over­berg­straße in Visbek zwischen Bremen und Osnabrück statt.

Seit dem ersten Visbek Rockt Open Air spielten bereits 80 verschie­dene Bands insgesamt etwa 110 Stunden Live-Musik. Darunter waren Bands wie Biscuits On Sunday, Daily Circus, Wende­verbot, Urinprobe oder Honeyt­ruck. Einige der in diesem Jahr auftre­tenden Bands werden wir euch nach­fol­gend vorstellen.

Die Bands

Mad Sin (23.30 bis 0.30 Uhr – Haupt­bühne)

Sänger Köfte deVille, Bass-Mann St. Valle, die Gitar­risten Ramon Mighty und Manny Alzando sowie der Drummer KO Risto­lainen – das sind Mad Sin. Mad Sin kommen aus Berlin und spielen nach eigenen Angaben "Rock 'n' Roll Cow Punk Hardcore Billy Metal Ping Pong Bingo Bongo". Wir machen einen kleinen Zeit­sprung zurück ins Jahr 1987. Von der Schule geflogen, keine Ahnung wie die eigene Zukunft aussieht und man möchte nur die Zeit bis zum nächsten Bier­konsum rumkriegen –  man könnte Sozi­al­hilfe bean­tragen oder zum Arbeitsamt gehen. Sänger Köfte machte es jeden­falls nicht so. Er gründete eine Band namens Mad Sin und deckte als Stra­ßen­mu­siker oder in Kneipen seinen täglichen Alko­hol­be­darf.

1988 erscheint dann ihr Debüt-Album "Chills & Thrills In A Drama Of Mad Sin & Mystery", der Grund­stein für ihre Karriere als eine der bekann­testen Psycho­billy-Bands. In den Jahren 1990 bis 1993 veröf­fent­li­chen sie jeweils ein Album. Nach einer Tournee durch die Nieder­lande im Jahr 1996 erreichen sie dann mit dem Album "God Save the Sin" und Support-Gigs für Bands wie Gwar, Suicidal Tenden­cies und Faith No More  eine größere Hörer­schaft. Nach ihrem 1998er Album "…Sweet and Innocent? …Loud and Dirty!" legten sie dann eine längere Pause ein und veröf­fent­lichten 2002 ihr Album "Survival of the Sickest". 2003 tourten die Jungs durch Europa, die USA und Japan. Ihr Album "Dead Moon's Calling" erscheint im Jahr 2005. Im gleichen Jahr gehen Mad Sin mit den Turbo A. C.'s und Smoke Blow auf Tour. 2006 tourten sie dann erneut durch die USA. Das alles geschah mit unter­schied­li­chen Beset­zungen und bei unter­schied­li­chen Plat­ten­la­bels. In der heutigen Besetzung spielen sie seit 2017 zusammen und möchten dem Visbek-Publikum ordent­lich was auf die Ohren geben.

Desas­ter­kids (18.35 bis 19.20 Uhr – Haupt­bühne)

Die 2013 gegrün­dete Metal-Boyband Desas­ter­kids kommt aus der Beton­wüste Breakdown City, besser bekannt als Berlin. Sänger Andi Phoenix, die beiden Gitar­risten Iain Duncan und Max Rosenthal sowie Drummer Tommy Hey bersten mit cleveren Riffs, massiven Break­downs und kratzigen, scheinbar endlosen Stimmen durch die Clubs und Festivals weltweit. Ihre erste EP "Sex, Beer & Break­downs" erschien 2013. Zwei Jahre später folgte dann ihr Debüt-Album "030". Sowohl die EP als auch das Debüt-Album schlugen in die deutsche Musik­szene ein wie ein rostiger Nagel. Und dieser Nagel blieb mit ausge­klü­gelten Hooks und unver­kenn­baren Stimmen im Gedächtnis und ermög­lichte den Berliner Jungs mehrere Shows und Touren weltweit.

2015 ging die Band, nach mehreren Club-Shows mit Bands wie Papa Roach und Soulfly, Auftritten auf vielen kleineren und größeren Festivals und einem Internet-TV-Auftritt in der Show "Rocket Beans", fast zeit­gleich mit Bands wie We Butter The Bread With Butter und Emil Bulls auf Tour. 2016 tourten die Jungs mit Fearless Vampire Killers und wurden nach Japan einge­laden. Im "Land der aufge­henden Sonne" bekehrten sie dann binnen einer Woche vier Städte. 2017 ging es dann zwecks Promo von neuen Songs des neuen Albums, das 2018 erscheinen soll,  mit To The Rats And Wolves auf eine lange Europa-Tour. Außerdem erschien 2017 ihr neues Musik­video "Bullet­proof", in Folge dessen die Band mit Tenside durch einige ausge­wählte Städte tourte. Bis zum Album­re­lease 2018 werden noch zwei weitere Singles, etliche Shows sowie ein festi­val­ge­schwän­gerter Sommer, in dem Visbek natürlich nicht fehlen darf, folgen.

Aeon Of Disease (21.05 bis 21.45 Uhr – Neben­bühne

Aeon of Disease ist eine Death-Metal-Band aus dem nieder­säch­si­schen Vechta. Sänger Stephan, die Gitar­risten Holger und Ecki, Bass-Mann Thomas und Drummer Carsten gründeten Aeon of Disease im Sommer 2015 mit der Absicht, kompro­miss­losen Death Metal ohne Schnörkel zu spielen. Nachdem die ersten Songs schnell geschrieben waren, konnten die Jungs bereits im Dezember 2015 im DocMa­Klang Studio in Osnabrück die erste "Demo 2016" aufnehmen.

Aeon of Disease versucht nicht krampf­haft in eine gewisse Schublade zu passen – sie verneigen sich mit ihrem Death Metal vor einem der geilsten und facet­ten­reichsten Genres innerhalb der Metal-Scene. 2017  veröf­fent­lichte die Band ihr Album "Veil of Oblivion", für das sie ebenso wie für ihr "Demo 2016" durchweg positive Reak­tionen erhielten. Zu guter Letzt erscheint im Mai/Juni 2019 ihre EP "Edge of Purgatory". Sie präsen­tieren ihren meist im Midtempo gehal­tenen Death Metal sehr abwechs­lungs­reich und mit viel Herzblut und Können. Als Death-Metal-Head sollte man sie gehört und gesehen haben. Also, auf nach Visbek und lauscht den strai­ghten, aber auch gran­diosen Melodien und Riffs dieser aufstre­benden Band.

Monopulse (15.30 bis 16 Uhr – Neben­bühne)

Gegründet wurde die Bremer Rock-Band Monopulse 2016 und erste gemein­same Jam-Sessions halfen dem Quartett dabei, den zukünf­tigen Weg zu ebnen. Sänger und Gitarrist Christian, Gitarrist Michael, Tim am Bass und Drummer Benni haben, inspi­riert von Musik­rich­tungen der härteren Gangart, ihre eigene musi­ka­li­sche Hand­schrift entwi­ckelt. Ziel­si­cher präsen­tieren sie eine Mischung aus Punk-Rock, Hardcore und Metal.

Nachdem die ständige Arbeit im heimi­schen Proberaum die Band zusam­men­ge­schweißt hat, folgten 2017 die ersten Live-Auftritte. Im Frühjahr 2018 nahmen sie dann in den Bremer AAA-Studios ihre erste EP "Monster" auf. Ihr facet­ten­rei­cher und zeit­ge­mäßer Rock'n'Roll geht in alle Rich­tungen. Mal schneller, mal langsamer. Mal weicher, mal härter. Und dann bläst die Ruhe vor dem Sturm wieder zum brachialen Angriff. Und nun greifen sie auf dem Visbek Rockt Open Air an.

Was sonst noch wichtig ist

Tickets gibts im Vorver­kauf unter visbek-rockt.de, bei der Gemeinde Visbek, dem Jugend­treff Visbek sowie der Buch­hand­lung Vatterodt in Vechta. Das Visbek Rockt Open Air öffnet um 14.30 Uhr seine Pforten, Beginn ist dann um 15 Uhr.

Zu erwähnen wäre noch, dass am 11. Mai in der Gast­stätte Zur Tränke in Visbek eine WarmUp-Party statt­findet.

Text: Stefan

Fotos: Bands, Visbek Rockt