DSD: Kappe der Windmühle Barver - Foto: Moritz Gerke

Stiftung Denk­mal­schutz:
Die Windmühle in Barver

Deutsche Stiftung Denkmalschutz 2023

Die Deutsche Stiftung Denk­mal­schutz berichtet regel­mäßig über ihre Förder-Projekte mit entspre­chenden Pres­se­mit­tei­lungen. Diese Woche kam folgende Meldung über ein Bau-Denkmal direkt aus unserer Region um Freistatt, die wir hier gerne weiterverbreiten:

DSD: Kappe der Windmühle Barver - Foto: Moritz Gerke
DSD: Kappe der Windmühle Barver – Foto: Moritz Gerke

Pres­se­mit­tei­lung

23.06.2025 – Nieder­sachsen

Restau­rie­rung der Mühlen­kappe
(der Windmühle in Barver)

Dank zahl­rei­cher Spenden sowie der Erträge der Lotterie Glücks­Spi­rale fördert die Deutsche Stiftung Denk­mal­schutz (DSD) die Restau­rie­rung der Mühlen­kappe der Windmühle in Barver mit 50.000 Euro.

Das tech­ni­sche Denkmal gehört somit zu den über 560 Objekten, die die private DSD, die in diesem Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum feiert, dank Spenden, der Erträge ihrer Treu­hand­stif­tungen sowie der Mittel der Glücks­Spi­rale, der Renten­lot­terie von Lotto, bisher allein in Nieder­sachsen fördern konnte.

Die Windmühle steht frei zwischen Feldern rund zwei Kilometer nördlich von Barver, einem kleinen Dorf im Landkreis Diepholz auf halber Strecke zwischen Osnabrück und Bremen.

Windmühle Barver, An der Windmühle 1, 49453 Barver

Sie wurde im Jahr 1865 als Turm­ga­le­rie­hol­länder erbaut. Die Flügel­welle ist inschrift­lich 1865 datiert, der guss­ei­serne Wellen­kopf, der einst die Flügel­ruten aufnahm, trägt die Jahres­zahl 1897. Bis um 1928 produ­zierte die Mühle Lebens­mittel und war noch bis 1961 als Mühle für Vieh­futter in Betrieb.

In den 1980er Jahren fand sich ein enga­gierter Eigen­tümer, der die Mühle bis in die 1990-er Jahre restau­rierte. Inzwi­schen muss erneut Hand an das Denkmal gelegt werden. 2023 hat sich dazu ein Verein zur Rettung der Mühle gegründet.

Zum Objekt

Es handelt sich um eine flügellos 20 Meter hoch messende Mühle mit acht­eckigem drei­stö­ckigem Unterbau und Achtkant, die massiv in Ziegel gemauert sind. Die Kappe ist reet­ge­deckt. Eine Windrose, die die Kappe samt Flügel­kreuz auto­ma­tisch in den Wind drehte, ist noch vorhanden. Die Flügel von Windrose und Antrieb fehlen jedoch und auch die Galerie ist durch Efeu­be­wuchs weit­ge­hend zerstört.

Im Innern hat sich die bauzeit­liche tech­ni­sche Ausstat­tung erhalten. Der nahezu unge­störte Über­lie­fe­rungs­zu­stand hat Selten­heits­wert, daher wurde die Mühle jüngst als "national bedeutend" klassifiziert.

Die erhaltene Technik bezeugt drei verschie­dene Nutzungen – und das ist einzig­artig in Nieder­sachsen – als Mühle für Brotmehl, als Grau­pen­mühle sowie als Ölmühle mit Koller­gang. Ein vierter Mahlgang wurde später durch einen Motor betrieben.

Neben der Mühle steht ein kleines Backhaus in Fachwerkbauweise.

Dr. Ursula Schirmer
Leitung Stabs­stelle Presse
Pres­se­spre­cherin

Thomas Mertz
Leitung
Pres­se­stelle

(beide Deutsche Stiftung Denk­mal­schutz)


Deutsche Stiftung Denkmalschutz: Windmühle Barver - drei Ansichten | Fotos: Moritz Gerke
Deutsche Stiftung Denk­mal­schutz: Windmühle Barver – drei Ansichten | Fotos: Moritz Gerke

Ergän­zungen unserer Redaktion

Die Mittei­lung haben wir etwas umfor­ma­tiert, mit dem Objekt-Name im Titel ergänzt, eine Google-Maps-Karte eingefügt und den Mittei­lungs-Text durch einige Links angereichert.