titelbild

ESC-Legende Peter Urban war „On Air“ in Sulingen

Bereits seit Herbst 2023 ist das Buch „On Air“ auf dem Markt (erschienen im Rowohlt-Verlag). Darin beschreibt die lang­jäh­rige Stimme des Euro­vi­sion Song Contest (ESC), Peter Urban, seinen privaten, aber vor allem seinen beruf­li­chen Werdegang. Der einstige Kommen­tator der größten Musikshow der Welt kennt sich nicht nur im einmal jährlich statt­fin­denden Wett­be­werb bestens aus. Peter Urban war lange Zeit selbst Musiker, aber vor allem ist Peter Urban seit1973 als Radio­mo­de­rator für den Nord­deut­schen Rundfunk (NDR) tätig.

Im Herbst des vergan­genen Jahres erschien zum 50-jährigen eine Biogra­phie von Peter Urban. Am vergan­genen Sonnabend (12.10.2024) kam der populäre Autor auf Einladung des Kultur­ver­eins Sulingen in die Alte Bürger­meis­terei nach Sulingen, um aus seinem Buch zu lesen.

 

 

Peter Urban mit Buch. Bereits seit knapp einem Jahr die bewegende und bewundernswerte Biographie des gebürtigen Bramscher erhältlich.
Peter Urban mit seinm Buch „On Air

Das Werk, das 544 Seiten umfasst, erzählt vor allem über die Kontakte und Begeg­nungen mit sehr berühmten und großen Musikern, die Peter Urban selbst kennen­lernen durfte. Die an die 100 Zuschauer und Zuhörer wurden dabei Ohren­zeugen, wie sich der aus Bramsche stammende Hobby­mu­siker zunächst mit krach­ma­chenden Requi­siten und Spiel­sa­chen seine eigene Bühne aufbaute. Zuhause wurde während seiner Kindheit musiziert, doch seine Faszi­na­tion galt nicht den elter­li­chen tradi­tio­nellen Klängen – Peter Urban entwi­ckelte schnell ein Interesse an der Musik von der briti­schen Insel.

Sehr viele Begeg­nungen basierten auf Zufall. Noch bevor Peter Urban vom NDR fest engagiert wurde, lernte er bei Konzerten, aber auch neben der Bühne Eric Clapton, Jimmy Hendrix, Bob Marley und Elton John kennen. Viele weitere in dieser Kategorie folgten. Seine wöchent­liche Sendung wurde zu einem Fixtermin, sowohl für die damalige Jugend als auch für die Bürger der DDR. So erzählte Bruce Springsteen anläss­lich einer Veran­stal­tung, er wünsche keinen Pres­se­termin, außer mit Peter Urban.

Natürlich erzählte er auch, wie er dann nach über 20 Jahren vom damaligen Unter­hal­tungs­chef des NDR Jürgen Meyer-Beer über­ra­schend ange­spro­chen wurde, ob er sich vorstellen könne, den deutschen TV-Kommentar für den Euro­vi­sion Song Contest 1997 in Dublin zu sprechen. Urban wusste nicht, was er davon halten solle. Musi­ka­lisch war er ja schließ­lich auf ganz anderen Wegen unterwegs als das, was zu diesem Zeitpunkt übli­cher­weise beim ESC darge­boten wurde.

Peter Urban sagte dann zu, weil er durch den Wett­be­werb auch den sport­li­chen Charakter der Veran­stal­tung erkannte. Er merkte aber auch, wie sich die stilis­ti­sche Schiene der größten Musikshow der Welt immer mehr verän­derte. Gesagt getan, und seine Stimme, seine Kommen­tare erlangten Kult­status. So sehr, dass er durch­ge­hend mit einer Ausnahme bis 2023 regel­mäßig die Wett­be­werbe vor Ort in allen ESC-Ländern als Kommen­tator begleitete.

Es ist ein span­nendes und bewegtes Leben, das Peter Urban führte und immer noch führt. Der heute 76jährige moderiert nach wie vor seine regel­mä­ßige, wöchent­liche Sendung auf NDR 2 „"Urban Pop“. Uns gelang es vor seiner Lesung auch noch, ein Interview mit der ESC-Legende zu führen. Das voll­stän­dige Interview wird zu hören sein am 6. November ab 16 Uhr in der Radio­sen­dung des Bürger­ra­dios Freistatt bei Radio Weser.TV in Bremen auf 92,5Mhz oder im Internet.