Sommer­camp Freistatt 2016 – Stand­ort­im­pres­sionen – Tod in Würde

Freistätter Friedhof

Der Frei­stätter Altbür­ger­meister wurde vor einiger Zeit von einem Jour­na­listen ange­spro­chen: „Sie haben ja einen großen Friedhof“, worauf dieser im Scherz zur Antwort gab: „Bei uns wird auch gern gestorben.“

Tatsäch­lich zieht es viele ältere Obdach­lose hierher, nach Bethel, um hier in einem eigenen Zimmer den Lebens­abend zu verbringen, auch in dem Wissen, dass sie hier ein Grab bekommen werden, und zwar kein namen­loses.

Gräber auf dem Freistätter Friedhof

Das ist einer der Vorzüge Freistatts: Auf dem Obdach­lo­sen­friedhof hier werden alle zu beer­di­genden Menschen in Würde bestattet. Das heißt: mit Trau­er­feier, Predigt und Grabstein. Auch wird das Grab regel­mäßig gepflegt. Die Kosten für die Beiset­zung werden von der Bodel­schwingh­schen Stiftung über­nommen. Auch von den umlie­genden Gemeinden werden sozi­al­schwache Leute hier auf dem Friedhof beerdigt. Die Kosten für diese Bestat­tung werden nur zum Teil von den Gemeinden in Höhe des Sozi­al­satzes übergeben (der nur ein Urnen­be­gräbnis ohne Stein vorsieht). Die Mehr­kosten über­nehmen die Bodel­schwingh­schen Stif­tungen.

Hasso Diedrich auf dem Friedhof in Freistatt

Text: Hasso Diedrich

Fotos: Karsten Krampitz