Eröffnung der Spargelsaison auf dem Hof Thiermannn - 06.04.2018

Spargel-Saison­er­öff­nung auf dem Hof Thiermann

Rund 400 geladene Gäste besuchten den Festakt zur Eröffnung der Spar­gel­saison auf dem Hof Thiermann am 6. April 2018. Nach einem kurzen Sekt­emp­fang hörten die Besucher im Festzelt verschie­dene Grußworte von Reprä­sen­tanten aus Politik und Wirt­schaft.

Im vollbesetzten Festzelt hören die Gäste interessiert den Rednern zu
Im voll­be­setzten Festzelt hören die Gäste inter­es­siert den Rednern zu

Zu Beginn begrüßte Samt­ge­mein­de­bür­ger­meister Heinrich Kammacher die Anwe­senden. Im Hinblick auf den Fest­vor­trag mahnte er an, die Bevöl­ke­rung mitzu­nehmen. Landrat Curt Brockhop dankte in seinem Grußwort den Land­wirten, die den Natur- und Tier­schutz in der Produk­tion auch gerade hoch­wer­tiger Lebens­mittel fördern.

Es folgten weitere Grußworte von Heinrich Grupe, dem stell­ver­tre­tenden Präsident der Land­wirt­schafts­kammer Nieder­sachsen und Fred Eickhorst, dem Geschäfts­führer der Verei­ni­gung der Spargel und Beeren­an­bauer e.V., die beide sowohl Respekt für, als auch Trans­pa­renz von den Land­wirten forderten.

Den Fest­vor­trag hielt Professor Dr. Folkhard Isermeyer, Präsident des Thünen-Instituts (Bundes­for­schungs­in­stitut für ländliche Räume, Wald und Fischerei) in Braun­schweig. Das Thema des Vortrags war ein durchaus span­nendes: „Land­wirt­schaft im Span­nungs­feld zwischen Weltmarkt und kriti­scher Bevöl­ke­rung“.

In seinem Vortrag ging es nicht nur um Entwick­lungen in der Land­wirt­schaft, sondern eben auch um die Wahr­neh­mung dieser Entwick­lungen in der Bevöl­ke­rung. Auch für die Land­wirt­schaft ist eine vernünf­tige Öffent­lich­keits­ar­beit wohl immer mehr ein Thema. Der Konflikt zwischen den markt­wirt­schaft­li­chen Gege­ben­heiten und der immer größer werdenden Kritik an den Produk­ti­ons­me­thoden ist laut Professor Dr. Isermeyer nur durch eine größere Sensi­bi­lität und mehr Trans­pa­renz seitens der Land­wirt­schaft zu bewäl­tigen. Im Blick auf die Politik forderte der Redner eine bessere Zusam­men­ar­beit zwischen Umwelt- und Agrar­mi­nis­te­rien, hier gab es tatsäch­lich Szenen­ap­plaus.

Im Anschluss nahm Kreis­land­wirt Wilken Hartjen kurz Stellung zu dem Gehörten. Auch er merkte an, dass der "Städter" gar keine Vorstel­lung mehr davon habe, wie tatsäch­lich ein moderner land­wirt­schaft­li­cher Betrieb aussehe.

Gastgeber Heinrich Thiermann führte in seiner Rede dann das Thema wieder konkret auf den Spar­ge­l­anbau und seine Wich­tig­keit für unsere Region zurück. Auch sein Betrieb versuche seit Jahren, durchaus mit Erfolg, sich an die ökolo­gi­schen Anfor­de­rungen unserer Zeit anzu­passen und werde in der Richtung auch weiter­ar­beiten. Dabei lobte er ausdrück­lich die Leis­tungen seiner Mitar­beiter auch in dieser Hinsicht.

Heinrich und Gertrud Thiermann bei der Begrüßung ihrer Gäste
Heinrich und Gertrud Thiermann bei der Begrüßung ihrer Gäste

Das Tisch­gebet sprach Pastor Klaus-Joachim Bachhofer aus Kirchdorf, wobei er Haltung und Herz der Menschen, die den Spargel tatsäch­lich auf den Tisch brächten, lobte. Gertrud Thiermann lud die Gäste dann zum Essen – Spargel in allen möglichen Varia­tionen wartete in Buffet­form auf die Besucher.

An den Tischen wurde beim Essen und noch lange danach über die zur Sprache gekom­menen Inhalte disku­tiert. Genau das ist laut Herrn Thiermann der wesent­liche Sinn dieser Form der Saison­er­öff­nung, die eben nicht nur ein gesell­schaft­li­ches Ereignis, sondern auch eine Gele­gen­heit zum Meinungsaus-tausch darstellen soll.

Wir danken der Familie Thiermann und Öffent­lich­keis­re­fe­rentin Anke Meyer für die freund­liche Einladung zu dieser Veran­stal­tung. Für unser kleines Magazin sind solche Einla­dungen durchaus noch nicht selbst­ver­ständ­lich.