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7. Nitrofest 2019 – Es lebe der Rock'n'Roll

Am vorletzten Samstag, also am 6. April 2019, fand im Musik­Zen­trum Hannover das mitt­ler­weile siebte Nitrofest statt. Mit dem Nitrofest stellte man in Hannover ein Fest für die Fans von gutem haus­ge­machtem, boden­stän­digem und ehrlichem Rock, HardRock und Rock'n'Roll auf die Beine.

Was war los ?

Rund 400 Gäste, zum großen Teil männlich und im besten Alter, fanden den Weg in die, jeden­falls für diesen Sams­tag­abend „heilige Halle des Rock“ des Musik­Zen­trums um mit den Bands „Motor­block“, „The Carbu­re­tors“, „V8Wankers“ und „Nitrogods“ abzu­feiern. Schon vor dem Einlass war die Stimmung sehr gut. Die ange­reisten Fans stärkten sich bei schönem Wetter und ange­nehmen Tempe­ra­turen am vor der Halle bereit­ge­stellten Imbiss­wagen mit Pommes Frites, Brat- oder Curry­wurst und anderen Lecke­reien sowie dem ein oder anderen Kalt­ge­tränk bis es dann um 20 Uhr hieß: „Let's rock!“

Das LineUp

Motor­block

Den Start machten die Local Heros aus Hannover „Motor­block“. Die Frage des Motor­block-Sängers und Front­manns Bob an das Publikum, ob es Bock auf einen geilen Abend hätte, beant­wor­tete diese spontan mit einer zustim­menden Resonanz. Zusammen mit Philip und Axel an den Gitarren, Jens am Bass und Guido an den Drums begeis­terte Bob das Publikum mit wüstem Rock'n'Roll mit einem gewissen Punk-Flair – hoch­ex­plosiv und hoch­pro­zentig. Die fünf Hanno­ve­raner drückten ihre riff-lastige, schweiß­trei­bende und ener­ge­ti­sche Musik mit Stücken wie „Mutter­schiff“ oder „Heiland“ von ihrer Scheibe „Mutter­schiff-Session“ tief in die Gehör­gänge des Publikums. Balladen gab es keine, sondern nur Stark­strom und eine große Klappe.

The Carbu­re­tors

Velkommen til Hannover“ – Will­kommen in Hannover. Mit dem Sound eines getunten Big-Block-Motors kündigten sich „The Carbu­re­tors“ aus der norwe­gi­schen Metrople Oslo an. Ohne viel Umschweife zu machen steigen Sänger Eddie Guz, die beiden Gitar­risten Kai Kidd und Chris Marchand, der Mann am Bass King O'Men sowie Drummer Chris Nitro mit ihrem Fast Forward Rock'n'Roll gleich voll ein. Gleich nach dem ersten Song bemerkte Sänger Eddie Guz, er hätte schon viel vom Hanno­ve­raner Rock-Publikum gehört und das das Musik­Zen­trum der wohl beste Platz für Rock'n'Roll sei. Das Publikum bedankte sich dafür mit lautem Jubel sowie hoch­ge­streckten Fäusten und Bier­be­chern. Mit ihrer Bühnen­show und Stücken wie „Lords Of Thunder“ oder „Shout It Out, Shout It Out – Rock'n'Roll Forever!“ sowie weiteren Songs aus ihren Alben „Pain Is Temporary, Glory Is Forever“, „Loud Enough To Raise The Dead“ und „Laughing In The Face Of Death“ brachten die fünf Norweger mehr und mehr in Party­laune und berei­teten es für die beiden noch kommenden Acts vor.

V8Wankers

Das von „Motor­block“ und „The Carbu­re­tors“ in beste Laune gebrachte Publikum empfing als nächsten Act die Offen­ba­cher Speed-Rock'n'Roll-Band „V8Wankers“ mit Sänger Lutz Vegas, den Gitar­risten Luke Le Duke und Wally, Van Häizy am Bass und Drummer Nic Weidner. Die bereits seit 19 Jahren exis­tie­rende Band präsen­tierte eine benzin­ge­tränkte Mischung aus Hardrock und Punk sowie Rocka­billy. Mit nacktem Ober­körper, einer Tattoo-Vielfalt, die nicht zu übersehen war, und einer ener­gie­ge­la­denen Stimme brachte Sänger und Frontmann Lutz Vegas die Menge immer mehr in Rock-Extase und auch der Rest der „V8Wankers“ trug mit der gezeigten Spiel­freude dazu bei. Zu Stücken wie „Als ich noch ganz klein war“, „Rocking Horse“, „Good Beer?“ und anderen Songs aus ihren bisher erschienen neun Alben rockten und feierten sie mit dem Publikum und berei­teten es auf den Höhepunkt des Abends vor.

Nitrogods

Dann war es soweit. Als Höhepunkt des Abends macxhte sich die Rock'n'Roll-Band „Nitrogods“ aus Hannover und Stuttgart auf, dem bereits sehr feier­wü­tigen Publikum den Rest zu geben. Sänger und Gitarrist Henry Wolter, Bass-Mann und Sänger Claus „Oimel“ Larcher und Drummer Klaus Sperling sind „Nitrogod“ – Drei Mann, drei Ecken und „No Bullshit Rick'n'Roll“. Das Trio zele­brierte den Rock'n'Roll in einer Weise, die an die Gitarren zerschmet­ternden Zeiten von The Who und Motörhead erin­nerten. Es wurde laut im Musik­Zen­trum. Verdammt laut. Ihr strai­ghter und rotziger Rock'n'Roll erfüllte zu 100 Prozent sämtliche Genre-Klischees. Mit Songs aus ihren Alben, von „Nitrogods“ aus dem Jahr 2012 bis zum letzten Album „Roadkill BBQ“ aus dem Jahr 2017, brachten die drei „Götter“ das Publikum bis an den Rand ihrer Feier-Kräfte. Und als Drummer Klaus Sperling bei dem Song „Lipsync Stars“ mit einem Drum-Stick eine Bier­fla­sche bear­bei­tete und mit seinen beiden Band­kol­legen einen amtlichen Bluesrock- und Rock'n'Roll-Jam vom Stapel lies, gab es kein Halten mehr.

Zu guter Letzt

Das „Nitrofest“ war eine echt starke Veran­stal­tung und die Redaktion der Frei­stätter Online Zeitung bedankt sich beim Veran­stalter für die Möglich­keit die 2019-er Ausgabe des Events miter­leben zu dürfen.Vielen Dank und „Mange takk“ auch an „Motor­block“, „The Carbu­re­tors“, „V8Wankers“ und „Nitrogods“ für die erst­klas­sige musi­ka­li­sche Unter­hal­tung. Auch im nächsten Jahr würden wir uns sehr freuen wieder dabei sein zu dürfen.

Text und Fotos: Stefan