Ulrich Wallheim

Mit großer Betrof­fen­heit nehmen die Bewoh­ne­rinnen und Bewohner von Herzog­säg­mühle, die Mitar­bei­tenden der Diakonie sowie viele Wegge­fährten bundes­weit Abschied von Ulrich Wallheim, der am 11. Mai 2025 über­ra­schend im Alter von 68 Jahren verstarb.

Ulrich Wallheim wurde am 5. November 1956 in Lüneburg geboren. Im April 2013 fand er seinen Weg nach Herzog­säg­mühle und bezog zunächst ein Zimmer im Haus Obland. Drei Jahre später wechselte er in den Geschäfts­be­reich „Menschen in beson­deren Lebens­lagen“ und wurde zuletzt im Wohn­an­gebot Übergang und Stabi­li­sie­rung betreut. Hier lebte er nicht nur, sondern brachte sich auch aktiv in die Gemein­schaft ein.

Sein Enga­ge­ment galt zeit­le­bens den Menschen am Rand der Gesell­schaft. Besonders in Herzog­säg­mühle war Ulrich Wallheim eine feste Größe: Als lang­jäh­riges Vorstands­mit­glied der Selbst­ver­tre­tung wohnungs­loser Menschen setzte er sich mit großem Nachdruck für die Rechte und Belange Betrof­fener ein. Sein Wissen aus eigener Erfahrung verband er mit einem feinen Gespür für Gerech­tig­keit – und wurde so für viele zum Fürspre­cher, Ratgeber und Mutmacher.

Auch auf lokaler Ebene war Wallheim eine enga­gierte Stimme: Als Dorf­rats­vor­sit­zender von Herzog­säg­mühle brachte er sich in die Belange der Gemeinde ein, gestal­tete aktiv mit und vertrat die Inter­essen der Bewoh­ne­rinnen und Bewohner mit Nachdruck und großer Menschlichkeit.

Der plötz­liche Tod Ulrich Wallheims reißt eine spürbare Lücke in die Gemein­schaft, der er über Jahre ein Gesicht gegeben hat. Sein Wirken bleibt unver­gessen – als Mahnung, sich weiterhin für die einzu­setzen, die oft übersehen werden.

In stiller Trauer verab­schiedet sich Herzog­säg­mühle von einem Menschen, der viel bewegt hat.

Foto: Self / Text.: Hari Januschke