ROCK das DING Header 2018 | (c) 2018 ROCK das DING

Rock das Ding Festival 2018 in Balge – LIVE

Samstag Nach­mittag, am 21. Juli 2018 ist es wieder soweit: Die zentrale Wiese in Balge wird zum rockigsten Treff­punkt des Jahres für unzählige Einwohner der Region und ihre Gäste. Das Rock das Ding Festival 2018 kann starten!

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ROCK das DING Header 2018 | © 2018 ROCK das DING

Soeben sind wir auf dem Platz einge­troffen. Alle Helfer sind noch mit letzten Vorbe­rei­tungen beschäf­tigt, der Platz brummt vor Aktivität. MILAN hat gerade seinen Sound­check beendet. Wir warten gespannt darauf das es losgeht. Auch auf dem Parkplatz werden die Autos langsam mehr. Die Spannung steigt.

♥ Es ist 14:06 Uhr – 🤘 Das Festival ist eröffnet 🤘

Wir werden den ganzen Tag live vom ROCK das DING in Balge berichten. Wer nicht selber vorbei­kommen kann, hat die Chance über uns zumindest ansatz­weise das Festival mitzu­er­leben.

Wir wünschen allen unseren Lesern viel Spaß!

MILAN

Diese Band hat gestern ihr neues Album veröf­fent­licht: „Tanz in den Trümmern“. Heute spielt er, zusammen mit Arne an den Drums und Camil am Bass viele Songs aus dem neuen Album, mal rockig, mal balladig, aber immer getragen von der kraft­vollen Stimme Milans, den wir bis jetzt nur akustisch erlebt haben. Mit Band kriegt das nochmal eine ganz andere Dimension und dafür, dass er fast regel­mäßig mit wech­selnden Beset­zungen spielt, heute z. Bsp. zum ersten mal mit Mitver­an­stalter Arne Juschkat an den Drums, dafür hört sich das sehr harmo­nisch an. Und wer Milan bisher nur an der Akus­tik­gi­tarre erlebt hat, so wie ich, der ist doch mächtig erstaunt von seiner Virtuo­sität an der E‑Gitarre. Wenn das in dieser Qualität weiter­geht, wird das ein tolles Festival.

♥ Es ist jetzt 15:15 Uhr – 🤘 Weiter geht's auf dem Festival-Gelände 🤘

Wohn­raum­helden

Sie sind mit ihrem Klein­wagen weltweit im Auftrag der „Göttin der Musik“ unterwegs und haben sich erbarmt ihre wunder­bare Klein­büh­nen­show auch auf dem „ROCK das DING“ zu präsen­tieren. B Man Mayor und C Punkt Stein-Schneider singen über Liebe, Romantik und Fleisch­salat, mal auf der kleinsten fahrbaren Bühne der Welt, mal auf dem einge­bauten Laufsteg, aber immer mit einem Lächeln auf den Lippen und einem Lied – das einem reim­tech­nisch die Ohren bluten lässt – auf der Zunge. Mit den beiden wird die Liebe schön und das Essen bunt.

Das Gelände füllt sich schneller als gedacht und die Tempe­ra­turen sind durchweg angenehm. Außer da, wo wir sitzen – da ist es recht warm. Aber irgendwas ist ja immer.

♥ Es ist jetzt 15:45 Uhr – 🤘 … und der Tag wird immer besser 🤘

Übrigens: Es gibt noch Karten für Kurz­ent­schlos­sene an der Kasse, direkt am Festival-Eingang  im sehr schön gelegenen Balge City, ca. 12 km nördlich von Nienburg an der Weser.

♥ 16:00 Uhr – 🤘 Die Bühne füllt sich mit Musikern … 🤘

3 Sekunden Safran

Sie sind heute endlich einmal in der lauten Besetzung und laut sind sie dann auch. Von Punk-Klas­si­kern (wann hab ich zum letzten Mal „Sheena is a Punk­ro­cker“ gehört ) bis zu schnell und rotzig gespieltem Ska, dazu mehr­stim­miger Gesang, Herz was willst du mehr. Die fünf Wietzener wohnen ja praktisch um die Ecke, bei der band­ei­genenen Geschwin­dig­keit den Flüs­sig­keits­ver­lust auszu­glei­chen ein echter Vorteil. Der letzte Song eine komplett pogoeske Version von Tainted Love – meine­r­einer fühlt sich um 30 Jahre verjüngt. Dabei haben die Jungs auch noch merklich Spaß auf der Bühne, ein Zustand der sich auf das inzwi­schen immer zahl­rei­cher erschei­nende Publikum überträgt. Alles wird gut.

♥ Inzwi­schen ist es 16:58 Uhr – 🤘 Zurück aufs Festival-Gelände … 🤘

We Are Riot

Sie kommen aus Bremen und spielen schönen, stel­len­weise bluesigen Hardrock, angeführt von Jennifer Bothes beein­dru­ckender Rockröhre. Immer wieder über­ra­schend, was da plötzlich aus so einem netten Geschöpf für eine Stimme kommt. Und die anderen Band­mit­glieder stehen ihr in der Beherr­schung ihres jewei­ligen Instru­ments um nichts nach. Insgesamt spek­ta­kelt da eine Truppe über die Bühne an der man sich weder satt sehen, noch hören kann. Ihr Motto heißt „Rock Ain't Dead“ und dem kann ich nur beipflichten. Nicht bei solchem Nachwuchs. Hut ab für die tolle Show. Es ist inzwi­schen 18:30 Uhr. Es ist immer noch ganz schön warm, aber eben nicht zu heiß. Und das Gelände ist nahezu voll. Veran­stalter Frank Juschkat scheint alles richtig gemacht zu haben.

♥ Gegen 18:15 Uhr – Draußen läuft der Sound­check von 🤘 Ignore The Sign 🤘

… ich muss dann wieder raus!

Ignore  The Sign

Es wird lauter. Die hanno­ver­sche Band um den Sänger und Multi­in­stru­men­ta­listen Ossy Pfeiffer spielt schönen harten klas­si­schen Rock mit allen Elementen, die man sich wünschen kann. Irgendwie ist das heute ein andau­ernder Trip in die Vergan­gen­heit, ich meine das durchaus im positiven Sinn. Diese Musik passt genau auf diese Bühne und sowohl die Band, wie auch das Publikum  verschmelzen dabei zu einer konge­nialen Einheit. Wenn ich mich dieses Jahr auch schon über zuviel Gitar­ren­solos aufgeregt habe, Ignore the Sign wissen diese wunderbar zu dosieren und an all den richtigen Stellen einzu­setzen. Dazu ein ungeheuer bass­ge­trie­benes Schlag­zeug, das von Percus­sionele­menten ergänzt wird. Geht insgesamt hervor­ra­gend ab. „Take me all the way, take me all the way …“

♥ Nächster Sound­check ab 19:40 Uhr …

Zwischen­durch haben wir dann noch unseren Laptop upgedated und falls ich es noch nicht erwähnt habe, es ist auch immer noch sehr warm. Wir lassen aber einfach keine Erschöp­fung aufkommen. Es ist auch noch ein Rest Kaffee da.

♥ Gegen 19:55 Uhr – 🤘 Weiter geht es auf dem Festival-Platz … 🤘

The Blue Poets

Die nächste Hanse-Band, diesmal aus Hamburg: Ein Hauch von Pink Floyd weht über die Festival-Wiese von Balge. Die Vorbilder der Blue Poets sind nicht hinrei­chend bekannt, aber der Gitar­ren­sound ist schon sehr affin, und dennoch sehr eigen. Im vergan­genen Jahr brachte das Hamburger Quartett seine Debut-CD heraus, und hat damit sowohl in Deutsch­land als auch in Öster­reich sein Publikum gefunden mit ihrem Bluesrock. Zu recht, mehr noch – die Band hat immerhin einen Preis in den Staaten erhalten, vornehm­lich wegen der gigan­ti­schen Gitar­ren­solos.

Ein Kompli­ment an Frank Juschkat, die Band einzu­laden. Diese Musik lädt gerade live vor Ort zum Schwofen und zum Anbandeln an, und es ist eine gelungene Abwechs­lung im Programm. Blues auf höchstem Niveau, so findet ihre „The Blue Poets – LiveCD mit der unver­wech­sel­baren Stimme von Gordon Grey und dem Sound von Marcus Deml, die sie gerade veröf­fent­licht haben, sicher weitere Abnehmer.

♥ Um19:55 Uhr endete dann diese Rock-Blues-Session 🤘

JADED

HEIMSPIEL“ – so könnte man den nächsten Auftritt umschreiben: Das Nien­burger Trio JADED um Lead-Sänger und Gitarrist Lukas Schröder, mit Arne Juschkat (Drums) und Mirko Schnee­gluth (Bass) lässt sich natürlich auch dieses ROCK das DING Festival nicht entgehen. Mitt­ler­weile sind die drei eine feste Größe in weiten Teilen Nieder­sachsens, und es ist scheinbar immer noch Platz in ihrem immer voller werdenden Termin­ka­lender. Und unsere Redaktion kennt die Jungs mitt­ler­weile auch außerhalb der Bühne richtig gut – da fällt es schwer, das berühmte Haar in der Suppe zu finden.

Kurzum – es gibt auch keines! Schon mit den ersten Takten war das Publikum mitge­nommen vom mitrei­ßenden Bluesrock der drei. Drei, die es verstanden haben, "Old School"-Sound in die Gegenwart so zu trans­por­tieren, das er modern klingt. Darüber hinaus verstehen sie mitt­ler­weile auch etwas von richtig gutem Enter­tain­ment. Wir haben die stets besser werdende Qualität der jungen Musiker verfolgt, und wir sind uns alle sicher – die Entwick­lung ist noch lange nicht am Ende. Lukas, Mirko und Arne – viel Glück weiterhin. Ausserdem, um es mal ganz deutlich zu sagen: Beste Bühnen­show ever, Jungs. Geile Pyro dazu. Wir sind es begeis­tert.

♥ Es ist 22:25 Uhr – und wir haben noch lange nicht fertig. 🤘

Axxis

Die bereits beschrieben Reise in die Vergan­gen­heit erlebt nun ihren Höhepunkt. Die Band Axxis hat in ihren knapp 30 Jahren auf der Bühne einiges erlebt. Da wären unter anderem Auftritte im Vorpro­gramm von Black Sabbath, CD-Verkäufe außerhalb von Europa, einen Eintrag ins Guinnes Buch der Rekorde oder auch Festival-Auftritte bei Rock am Ring oder Wacken. Und Lead­sänger Bernhard Weiss ist seit 30 Jahren dabei. Die Band Axxis gibt es zwar länger als seit 1989, doch erst mit dem Einstieg von Bernhard Weiss wurde die Band quasi neu gegründet – jetzt mit noch mehr Erfolg.

Der Andrang wird vor der Bühne immer größer. trotz des sehr lauten, aber sehr melo­di­schen Sounds. Der Boden bebt, die Fans auch – aber seit  Jahr­zehnten steht die Band aus dem Kreis Unna genau für diese Art von Party. Das ist Old-School-Metal, der seinen Namen verdient. Und jetzt tritt das Quintett in Balge auf. Das ROCK das DING Festival geizt immer weniger mit Qualität, da verzeiht man gerne den etwas längeren Sound­check. Als das Licht angeht, gibt es ordent­lich Riffs und Melodie auf die Ohren. Auch der Dialog mit dem Publikum kommt nicht zu kurz, vor der Bühne ist es jetzt richtig voll. Der Abend ist, glauben wir, für alle Betei­ligten ein voller Erfolg. Wir freuen uns auf die Nitrio­gods. Inzwi­schen ist Mitter­nacht vorbei. Und wir haben immer noch nicht fertig.

Nitrogods

Nach einem Abend voller Klasse, voller Party und Spit­zen­per­for­mances fragen sich viele zurecht, was kann da als abschlie­ßende Zugabe noch folgen. Dynamik, nach vorne gehende Rockmusik, und das alles hand­ge­macht – das ist die Hand­schrift von Nitrogods. Das Wonne­proppen-Trio existiert seit sieben Jahren. Seither unter­halten deren harter Rocksound jede Fête, und heute runden sie das Fest in Balge fantas­tisch ab. Claus Larcher, Klaus Sperling und Henny Wolter haben bisher drei Alben veröf­fent­licht, und mit Roadkill BBQ schafften sie es im vergangen Jahr gar in die Album-Charts.

Die Antwort auf die Frage „Wollt ihr Rock´n Roll?“ zum Beginn der Show fiel vom Publikum eindeutig aus. Und schon gab es Rock'n'Roll mit heftigen Hardrock, mit einem hohen Wieder­erken­nungs­wert. Denn die Jungs machen das schon seit Jahren. Und sie machen es richtig gut.

Kaum zu glauben, aber der tolle Party-Samstag ist schon zu Ende. Liebe Leser, wer jetzt draußen überlegt, man, wieso bin ich nicht dabei gewesen? Das verstehen wir ehrlich gesagt auch nicht. In seiner kurzen Zeit hat Balge, insbe­son­dere Frank Juschkat verstanden, wie ein Festival geht. Das alles aber soll die Vorfreude auf 2019 steigern, denn dann gibt es das Festival 2 Tage lang. Darauf dürfen sich alle schon heute freuen. Und jetzt haben wir fertig.

Gute Nacht allen, die dabei geblieben sind.