9. Bremer Metal Festival - Meisenfrei Blues Club - 10.11.2018

9. Metal Festival in Bremen – Der Samstag

Der Samstag beim 9. Bremer Metal Festival begann schon um 17:00 und trotzdem hab ich es relativ pünktlich geschafft. Auf jeden Fall recht­zeitig um Mount Atlas zu sehen, die ich ja schon auf dem ersten Festival der Sommer­saison, in Visbek, klasse fand. Der Sound ist auch auf der Clubbühne toll und eigent­lich hätten die Olden­burger einen besseren Start­platz verdient. Aber das Leben ist nun mal kein Wunsch­kon­zert. Ein besseres Warm-Up hätte man sich für den eher rockigen 2. Tag des Bremer Metal Festivals auf jeden Fall kaum wünschen können. Und es war erstaun­lich, wie viele Menschen es trotz Werder-Heim­spiels und früher Stunde bereits ins Meisen­frei geschafft hatten.

Auch wenn der Abend eigent­lich eher der melo­di­schen Metal-Gangart zuge­ordnet werden sollte, die 5 Musiker von Mind4ce bringen nichts­des­to­trotz den Saal zum kollek­tiven Head­bangen. Thrashige Gitar­ren­riffs und ein geballter Brüll­würfel als Sänger. das ist haarig und gut. Und natürlich laut. Aber das war ja auch zu erwarten. Ist schiess­lich ein Metal-Festival. Mir persön­lich steckt eine doch recht lange Woche in den Knochen, aber noch habe ich genau­so­viel Spaß wie der Rest des Publikums.

HamMmer schreiben sich mit Absicht mit 3 M, harter Rock mit deutschen Texten ist ihr Programm. Die Musik erinnert mich an irgendwas, ich komm aber nicht drauf. Texte wie "Ich kann keine Liebes­lieder schreiben" find ich aber schon mal grund­ehr­lich. Die Musik ist es ebenso. Es ist tatsäch­lich ganz schön die Texte mal wirklich zu verstehen. Nicht der Sprache wegen, sondern weil der klas­si­sche Metal-Gesang dann doch eher das Verständnis erschwert. Hier nicht. Ich finds gut. Und die extra hammer­de­signte Gitarre gefällt mir auch.

Gentility haben wir dieses Jahr auch schon beschrieben. Beim „Rock for Animal Rights“. Diesmal spielte das Olden­burger Trio vor einem deutlich größeren Publikum und ist dann nach meinem Dafür­halten auch noch mal ein wenig härter geworden. Wenn man Dirk und Julia ausser­halb der Bühne sieht, machen sie immer ein wenig den Eindruck, man hätte sie gerade beim Krab­ben­essen auf Sylt gestört, auf der Bühne sind sie aber tatsäch­lich eine politisch sehr enga­gierte Band mit Texten, die das hinhören wirklich lohnen. Ansagen wie "Haben wir heute schon etwas gegen die Kirche gesungen?" und eine wirklich bemer­kens­werte Version des Einheits­front­lieds lassen mein Herz ja durchaus aufgehen. Ausserdem find ich die perma­nente Herum­ha­ckerei Julias auf dem Gitar­risten an sich wirklich lustig. Lieb­lings­lied noch immer: "Wir haben der Welt noch was zu sagen"

Wie bereits am Freitag gab es auch am zweiten Tag wieder eine Verlosung mit Unter­stüt­zung der Wacken Foun­da­tion. Neben CD's und Videos durfte sich der zweite Platz über zwei Tickets für Rock das Ding 2019 in Balge und der Haupt­ge­winner über zwei Tickets für das Reload 2019 freuen. Wir gehen davon aus, dass wir beide Gewinner wieder­sehen werden.

Der glückliche Gewinner von 2 Reload Tickets für 2019 - Verlosung der Wacken Foundation auf dem 9. Bremer Metal Festival
Der glück­liche Gewinner von 2 Reload Tickets für 2019 – Verlosung der Wacken Foun­da­tion auf dem 9. Bremer Metal Festival

Die Kieler Band Inner Axis setzte dann mit Heavy Metal der nordi­schen Art noch einmal ein echtes Highlight. Geballte Bühnen­prä­senz und ein ganz eigener Sound mit hymni­schen Refrains und batt­le­mä­ßiger Gitar­ren­power. Ich sage jetzt schon, den Set will ich noch einmal komplett hören. Leider musste ich an dieser Stelle aber der doch sehr anstren­genden Woche Tribut zollen und den Heimweg antreten. Die verblei­benden Bands  Liquid Horizon und Magis­ta­rium hoffen wir inständig noch einmal an anderer Stelle doku­men­tieren zu können.

Wir danken Locke, Brain und dem ganzen Team für die Einladung, es war ein tolles Wochen­ende. Auch wenn ich es mal wieder nicht geschafft habe das komplette Line-Up zu hören, hoffe ich doch allen Lesern einen recht guten Eindruck von diesem tollen Event gegeben zu haben. Nächtes Jahr zum 10. Bremer Metal Festival sind wir hoffent­lich, etwas ausge­ruhter, wieder dabei.