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Ein ganz beson­derer Geburtstag in Sulingen

Es ist Freitag, der 4. Mai 2018 in Sulingen. Der Tages­treff­punkt (TAFF) feiert mit einem Fest seinen 7. Geburtstag, dazu – strah­lend­blauer Himmel, die Sonne erwärmt sich auf über 20 Grad im Schatten. Klingt zwar gut für alle Anwe­senden, aber auch nicht unge­wöhn­lich. Und doch, dieser festliche Nach­mittag in der Nien­burger Straße hatte etwas ganz beson­deres.

Es haben viele im Landkreis mitbe­kommen, dass das 2014 gegrün­dete Möbel­kauf­haus "Hin & Weg" kurz vor der Schlie­ßung stand. Vor allem die Sulinger nahmen das besorgt auf, weil sich das Unter­nehmen in knapp vier Jahren im Stadtbild etabliert hatte. Knapp 1500 folgten Aufrufen und betei­ligten sich per Unter­schrift oder Online-Petition gegen eine Schlie­ßung von "Hin & Weg".

Die Bethel-Mitar­beiter vor Ort, Marlies Beich und Carsten Wenisch räumten ein, dass die Haltung der Sulinger "auch" zum Umdenken beigetragen hat. Auf jeden Fall hat das Möbel­kauf­haus weiterhin geöffnet, obwohl man den Betrieb ursprüng­lich Ende April einstellen wollte. Somit konnte pünktlich zum Jahrestag nicht nur das TAFF Geburtstag feiern, auch das Hin & Weg feiert dank der Sulinger sein 4-jähriges.

Marlies Beich erwähnte in ihrer Rede, dass der Erhalt des Möbel­kauf­hauses dank des Enga­ge­ments vorerst möglich gemacht wurde. Damit der Betrieb aber auch länger­fristig bestehen bleiben kann, brauche es von der Politik Unter­stüt­zung – aber auch die eigene Strategie muss in der nächsten Zeit neu aufge­stellt werden. Vor Ort hat man gespürt, wie groß die Erleich­te­rung auf allen Seiten ist.

Es war daher ein Fest mit einer beson­deren Atmo­sphäre. Musi­ka­lisch wurde das Stöbern und Erkunden durch die Arrested Amts­brüder bzw. durch den Chor Einfach Anders vom BlauWahl e.V. abge­rundet. Für Kaffee und Kuchen war ebenso gesorgt wie für Grillgut. Und bei soviel Einsatz der Menschen in Sulingen reicht es bestimmt bis zum 8. Jahrestag des TAFF, und zum 5. Geburtstag von HIN & WEG und hoffent­lich auch darüber hinaus. Wir schließen uns den Daumen­drü­ckern mit an.

Text und Fotos: Hari