• • • Letzte Kriegsjahre Im Mai 1916 kamen dann 100 russische Gefangene zu Hilfe. Die Russen sind bekanntlich ein bisschen faul und träge und dieses habe ich dann auch gesehen und erfahren dürfen. Hielt man dieselben zur Arbeit an, hieß es immer, Arbeit nix, Arbeit nix Panje. Aber an Essen konnte […]
Freiherr Emil von Lepel
• • • Landwirtschaftliche Erfolge Im ersten Anbaujahr entwickelte sich der Pethuserroggen, welcher auf besseren Boden gewachsen, nicht so gut, da sich derselbe auf dem Moorboden erst akklimatisieren musste. Erst vom dritten Jahre ab wurde der Bestand ein besserer. Deshalb machte ich meinen Versuch mit Ährenauslese und wir hatten damit einen sehr […]
• • • Fortschritte der Drainagearbeiten Da in den Ackern und Wiesen eine Drainage zwei Monate(?) entwässerte, betrug die Länge der Drainage bei 568 Morgen 56.800 lfd. Meter. In den Torffeldern waren drei Trockenfelder vollständig fertig drainiert, in ein Trockenfeld von zwei km Länge sind 50 Gräben a 200 m lang = […]
• • • Weitere Drainage-Arbeiten Die Heide wurde, nachdem der Graben ausgehoben war, ganz gleichmäßig auf der Sohle verteilt und fest getreten. Dann wurde eine lange Holzstange genommen, acht bis zwölf Rohre darauf gesteckt, die Stange mit den Röhren auf die im Graben festgestampfte Heide gelegt, mit Heide überdeckt und gleichmäßig fest […]
• • • Das Ausstreuen des Kunstdüngers wurde im Laufe des Winters ausgeführt, in den Monaten Dezember und Januar. Wenn dann das Moor vom Frost aufgetaut und sich das Schneewasser sich verzogen hatte (Ende Februar bis Anfang März) konnte man mit der Bearbeitung anfangen. Erschwerte Arbeit mit Pferdegespannen Die Bearbeitung der Heukulturen […]
• • • Ausbau der Anstalten Im Jahre 1900 wurde auch mit dem Bau von Wohnungen für die Angestellten begonnen. Zuerst wurde das Haus für den Leiter des Torfwerkes, Herrn Seidel (lt. Zusatz von Herrn von Lepel; meine spätere Dienstwohnung) und ein Gebäude zur Unterbringung für die Gespanne des Torfwerks – sechs […]
• • • Erschwerte Graben-Arbeiten War nun eine Strecke von 10 bis 20 Meter lang der untere Brenntorf ausgebaggert, so riss der obere helle Moortorf oft bis hinter und neben der Maschine, sogar auch von der anderen Seite des Durchstichs und rutschte so von beiden Seiten in den ausgegrabenen Torfgraben, so dass […]
• • • Im nassen Moor Da wir vorher nie längere Regenperioden gehabt hatten, und die Aue einen hohen Wasserstand aufwies, staute sich das Wasser auch in den Wiesen, dadurch wurde unsere Arbeit gleich zu Anfang sehr erschwert. Um nun vorwärts zu kommen und das Wasser nach Möglichkeit abzuhalten, mussten wir den […]
• • • Beginn des Torfstechens Im März 1901 begannen wir mit dem Torfstechen. Zu diesen Arbeiten wurden, da es bei uns noch an Arbeitskräften mangelte, 86 russisch-polnische Arbeiter und 12 Frauen angenommen, die in den neugebauten Baracken des heutigen Neu-Freistatt ihr Heim fanden. Eine Küche war auch vorhanden, in der ein […]
• • • Kultivierungsarbeiten im Moor Diese Mullwehflächen ohne jede Vegetation wurden mit Heideplaggen oder Wollgraswurzelstücken bepflanzt, in ein bis zwei Verband Gräben gezogen, die Grabenwälle mit zwei Reihen Birken bepflanzt, um den Winden keinen freien Zutritt zu diesen Flächen zu bieten. Die Kultivierungsarbeiten zur Anlage von Acker und Wiesen der Ödland Flächen […]

